Chorgemeinschaft

im Pastoralverbund

"Mehr als Worte...

 

... sagt ein Lied"

Dieses Motto hat sich die Chorgemeinschaft im Pastoralverbund St. Marien zu eigen gemacht. Im Vorwort zu einem Chorjubiläum schreibt der langjährige Dekanatscäcilienpräses Oberstudienrat van Ackeren (+1982):
Zum Wesen des Menschen gehört der Gesang. Würden Menschen Gesang und Musik völlig einstellen, so wären sie krank. Im Singen geben Menschen zu erkennen, was sie bewegt; sie vermögen sogar dasselbe auch im anderen zu wecken und so mit ihm zu teilen. So ist Singen ansteckend, Singen reißt mit. Wenn schon Musik wesenhaft zum Menschen gehört, dann auch zu seinem Dienst vor Gott.
Darum ist die Gemeinde des Herrn von Anfang an eine singende Gemeinde. Paulus schreibt: "Singt Gott in euren Herzen Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder" (Kol. 3,16). Ein neues rhythmisches Lied im Gotteslob beginnt und schließt: "Singend lasst uns vor ihn treten, mehr als Worte sagt ein Lied". (GL Nr. 270). So ist Musik nicht nur Verehrung und Hingebung an Gott im Gesang, sie ist vor allem auch Verkündigung. Singen kann demnach auch zum Glauben führen.
Von Anfang an gibt es darum in der Liturgie Vorsänger, Schola und Kirchenchor. Kardinal Döpfner sagte einmal: "Nur der Chor ist wirklich Kirchenchor, nur die Organisten und Chorleiter sind wirklich Kirchenmusiker, die wissen: wir sind mitfeiernde Glieder des Volkes Gottes und Mitgestalter des Gottesdienstes der Kirche".

Zur Geschichte der Chorgemeinschaft:

In der St.-Christophorus-Kirchengemeinde in Holzen wurde am 11. November 1974 ein Kirchenchor gegründet. Erster Chorleiter war Reinhard Stein, der den Chor aufbaute und schulte. Die ersten Proben mussten noch in der Kirche stattfinden. Nach der Einweihung des Gemeinderaumes hatte der Chor dann ein neues Domizil gefunden. Bereits am Heiligen Abend des gleichen Jahres konnte er schon die Christmette mitgestalten.
Von da ab sang der Chor regelmäßig in den Gottesdiensten und zu kirchlichen Festen und Feiertagen. Nach den Chorleitern Bendix (1978) und, Benno Schenke (1979) übernahm 1982 Michael Störmer den St.-Christophorus-Chor.
In der katholischen St.-Antonius-Gemeinde Geisecke wurde am 18. Oktober 1976 ein Kirchenchor ins Leben gerufen. Als ersten Chorleiter konnten die Sängerinnen und Sänger Hubert Ruße verpflichten. Die ersten Proben fanden im evangelischen Gemeindehaus Geisecke statt. Später probte der Chor in der St. Antonius-Kirche in Geisecke, und seit 1984 im St.Antonius-Haus. Von 1979 bis 1982 leitete Hans Dörner den Chor. Seit 1982 gibt Michael Störmer beim St.Antonius Chor den Ton an. Auch in Geisecke singt man in den Gottesdiensten wie auch zu allen kirchlichen Festen.
Seit Februar 1987 haben dann beide Chöre in einer Chorgemeinschaft gesungen. Chorleiter ist Michael Störmer, der auch Kantor der St. Marien-Gemeinde Schwerte ist. Zu den Aufgaben der beiden Chöre zählen weiterhin die Mitgestaltung der Gottesdienste, sowie der kirchlichen Feste und Gemeindefeste. Besondere Aktivitäten fallen in die Passions- und Adventszeit. Das jährliche Cäcilienfest wurde gemeinsam mit den Chören des Dekanates gefeiert.
Zu bestimmten Anlässen werden auch weltliche Lieder gesungen. Bei Chorausflügen, bunten Abenden und Karnevalsfeiern kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Zum 150jährigen Bestehen des Bürgerschützenvereins Lichtendorf-Geisecke am 19. Juni 1988 wurde ein großer ökumenischer Gottesdienst mitgestaltet.

Natürlich gab's auch eine Menge anderer Festivitäten zu bestreiten, ...

...die unterschiedlichsten Charakter hatten!!

 

Der Kirchenchor von St. Marien Schwerte kann natürlich auf eine wesentlich längere Geschichte zurückblicken.

Nur wenige Wochen waren vergangen, seitdem die schöne neue Marienkirche am Haselacker feierlich durch den Bischof geweiht wurde. Aber was noch fehlte, das war ein Kirchenchor. So entschloss man sich in einer Versammlung, am 31.1.1905, aus dem seit 1868 bestehenden Männerchor Cäcilia einen eigenen Kirchenchor zu gründen, der sich Kath. Kirchenchor Cäcilia nannte und nur aus Männerstimmen bestand.

Herr Plaßmann wurde zum Dirigenten und Präses und Herr Mattenclodt zum Organisten ernannt. Pfarrer Schnurbus galt als Ehrenpräses. Kaum war der neue Kirchenchor gegründet, so entwickelte sich ein lebhaftes Echo, und weitere 9 Mitglieder konnten aufgenommen werden, so dass der Chor nun schon 27 Mitglieder zählte. Im März 1905 fand das erste Cäcilienfest statt, welches in jedem der folgenden Jahre einmal festlich begangen wurde. Bis zum Jahre 1908 führte Herr Plaßmann den Dirigentenstab. Es folgten von 1908 - 1911 der Chorleiter Lehrer Kratz, Lehrer Plattes und Lehrer Köhnen.
Dadurch, dass die Lehrer den Chor leiteten, ergab es sich fast von selbst, dass die Jungen der Oberklassen eine Schola bildeten und leichtere Choralmessen und das Requiem sangen.
Herr Mattenclodt begleitete dazu auf der alten Orgel, welche von der alten Marienkirche an der Hüsingstraße stammte. An eine neue Orgel war vorläufig nicht zu denken.
So pulsierend auch das Leben im Kirchenchor war, mit Männer- und auch Knabenstimmen, so endete es auch plötzlich als der erste Weltkrieg ausbrach, denn in den Kriegsjahren ruhte der Chor.
Da aber die Jungen nicht mehr zur Verfügung standen, wurde angeregt, die Damen daran teilnehmen zu lassen. Es meldeten sich sofort 24 Damen. Mit den hinzukommenden 26 Männerstimmen ergab sich die stolze Zahl von 50 aktiven Mitgliedern. Somit war der gemischte Chor geboren, der noch heute besteht. Als Chorleiter übernahm Lehrer Birkefeld den Chor. Die Chorproben fanden jeden Freitagabend um 20.00 Uhr im Kath. Vereinshaus an der Hüsingstraße statt.
Nach dem 1. Weltkrieg entwickelte sich ein reges Leben im Kirchenchor Cäcilia. Die Zwanziger Jahre waren erfüllt von fruchtbringender Tätigkeit im Dienste der Musica sacra. Der Kirchenchor sang an allen kirchlichen Festtagen und führte einmal jährlich ein größeres Konzert auf, welches meistens im Freischutz stattfand. Lehrer Birkefeld und Lehrer Josef Fischer leiteten in den Zwanziger Jahren den Chor.
Bis zum Jahre 1926 musste man sich noch mit der alten Orgel behelfen, bis eine neue Orgel mit Empore im vorderen Joch errichtet wurde.
Mit dem Beginn der dreißiger Jahre übernahm Rektor Hans Großekemper den Kirchenchor. 1933 als Pfarrer Karl Aufenanger nach Schwerte kam, wurde dieser auch Präses des Kirchenchores. Bis zu dieser Zeit waren die Vorsitzenden bzw. Chorleiter gleichzeitig Präses. Die Mitgliederzahl wuchs ständig und betrug im Jahre 1935 schon 69 Stimmen.
Der Chor war außerordentlich aktiv und stets um ein gutes Singen im Dienste der Musica sacra bemüht. Die Chorproben fanden nun in der Gaststätte Kordeck, Kampstraße, statt. Aus Anlass des 30jährigen Bestehens des Kirchenchores fand am 10. Mai 1935 in Schwerte eine Dekanatstagung der Kirchenchöre des Bezirks Lenne-Hönne mit einem Levitenamt, beratender Versammlung, kirchenmusikalischer Andacht und einer Abendfeier statt.
Am 8. Mai 1936 trat Rektor Hans Großekemper zurück und Lehrer Timmerbeil wurde Chorleiter. Allerdings nur knapp ein halbes Jahr, denn am Tage seines Rücktritts am 18. September 1936 übernahm der Organist Arnold Werner als Chorleiter den Kirchenchor St. Marien. Mit seinem gesunden Humor und seiner Liebe zur Musik verstand er es, die Herzen der Sängerinnen und Sänger zu erobern. Es genügte ihm nicht nur der bestehende Kirchenchor, er gründete auch noch einen Kinderchor, der schon bald in einer kirchenmusikalischen Andacht am 12. September 1937 gemeinsam mit dem Kirchenchor erstmals auftrat.

Während des Zweiten Weltkrieges konnte der Kirchenchor seine Tätigkeit nicht wie gewohnt ausüben und trat nur bei besonderen Anlässen in Erscheinung. Erst nach dem Kriege am 1. Juni 1945 nahm der Chor seine Arbeit wieder in vollem Umfang auf. 75 Mitglieder zählte der Chor im ersten Nachkriegsjahr. Arnold Werner blieb weiterhin Leiter des Chores und des Kinderchores. Die Übungsstunden fanden nun an jedem Donnerstag um 20.00 Uhr im Lokal Kordeck statt.
Am 25. November 1945 (Cäcilientag) wurde das 40jährige Bestehen des Chores festlich begangen, mit einer Messe von Maupei und einer Festveranstaltung mit musikalischen Einlagen am Abend im Hotel Deutsches Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren sehr fruchtbar. Der Chor wirkte nicht nur an den kirchlichen Feiertagen, sondern bei jedem möglichen Anlass mit.
Zu einem besonderen Ereignis wurde die Aufführung der Missa jubiläi solemnis von Rikovski (op. 33) im Jahre 1947. Ende dieses Jahres zählte der Chor 96 Mitglieder.
Mit Beginn der Fünfziger Jahre begann ein erneuter Aufschwung des Kirchenchores. Das größte Ereignis im Jahre 1950 war das Dekanatscäcilienfest, welches in Schwerte (Pfarrkirche und Freischütz) am 15. Oktober festlich begangen wurde.
Fast in jedem der darauffolgenden Jahre wurde irgendwo im Dekanat Dortmund-Süd das Dakanatsfest gefeiert, woran sich ebenfalls der Schwerter Chor beteiligte. Am 17. Mai 1953 bekam die Mariengemeinde Schwerte einen neuen Pfarrer, Wilhelm Stelzner. Somit hatte der Kirchenchor auch einen neuen Präses, welcher sich sehr für die Kirchenmusik einsetzte. Chorleiter Arnold Werner sorgte auch dafür, dass der Choral gepflegt wurde. So wurde in den Fünfziger Jahren außer dem vierstimmigen Gesang fast jeden Monat einmal ein Choralamt gesungen, wobei sich Chor und Schola, eine besondere Gruppe von Männerstimmen innerhalb des Chores, beteiligten. Diese Schola besteht bis heute noch.
Am 27. Januar 1957 wurde mit zweijähriger Verspätung das 50jährige Stiftungsfest gefeiert mit einem Festhochamt mit Chorgesang und einem gemütlichen Beisammensein im Hotel Alte Post, Bahnhofstraße 20.
In diesem Jahre wechselte der Kirchenchor auch sein Übungslokal und zog vom Lokal Kordeck, Kampstraße 20, zum Hotel Westfälischer Hof, Bahnhofstraße 34, um. Der Kirchenchor, der die Hauptaufgabe hat, die hl. Liturgie musikalisch mitzugestalten, muss auch die Geselligkeit pflegen. So war es auch beim Kirchenchor St. Marien in Schwerte. Von den frühesten Anfängen bis hin zur Gegenwart wurden alljährlich Karnevalsabende gefeiert, Ausflüge unternommen, Nikolausfeiern und sonstige gesellige Abende gestaltet.
Außerdem verfügt der Chor über ein reichhaltiges Repertoire volkstümlicher Lieder und Gesänge, welche bei besonderen Anlässen Verwendung finden.
Als die sechziger Jahre begannen, endete auch bald die langjährige Tätigkeit des Chorleiters Arnold Werner. Am 25. Juni 1961 wurde er wegen Erreichung des 65. Lebensjahres nach 25jähriger Dienstzeit als Chorleiter und insgesamt 42jähriger Tätigkeit im Dienste der Kirche als Organist und Küster in einer Feierstunde in der alten Handarbeitsschule Haselackstraße, verabschiedet. Dazu sang sein Chor ihm zur Ehre die Orgelsolomesse in C von W.A. Mozart und das Halleluja von G.F. Händel.
Nicht lange dauerte es bis ein neuer Chorleiter, Horst Merkel, am 20. Juli 1961, den Kirchenchor übernahm. Aber leider schon nach zweijähriger Tätigkeit war der Chor wieder verwaist. Pfarrer Stelzner konnte dem Chor aber recht bald erneut einen Chorleiter vorstellen, Herrn Jürgen Luhn, der am 21. November 1963 den Kirchenchor St. Marien übernahm. Aber da dieser größeren Verpflichtungen nachgehen musste, war der Chor schon nach einem Jahr wieder ohne Chorleiter.
Pfarrer Stelzner bemühte sich nun ganz besonders um einen guten Chorleiter und Organisten und konnte Herrn Gerhard Naprstek als Kantor für die Mariengemeinde Schwerte gewinnen, und somit hatte der Kirchenchor einen neuen Chorleiter, der sich erstmals am 1. Oktober 1964 dem Chor vorstellte.
Gerhard Naprstek ist es zu verdanken, dass Schwerte Kirchenmusikzentrum der Erzdiözese Paderborn wurde. Er rückte den Kirchenchor erneut ins Licht der Öffentlichkeit und rief eine Streichergruppe ins Leben, der er den Namen "Collegium musicum St. Marien" gab. So wurden unter Gerhard Naprstek jährlich in zwei Zyklen an je drei verschiedenen Tagen Kirchenkonzerte des "Studio pro musica Sacra" aufgeführt, bei dem das Collegium musicum, einige Solisten und meistens auch der Kirchenchor mitwirkten. Die ersten beiden Konzerte waren in der Krankenhauskapelle zu hören. Nachdem am 18. Dezember 1966 die neue Orgel (die dritte in der Geschichte der Marienkirche) geweiht worden war, fanden die Konzerte in der Pfarrkirche statt.
Auch gemeinsam mit dem Holzwickeder Kirchenchor trat der Kirchenchor St. Marien einige Male öffentlich im "Studio pro Musica Sacra" auf. Gerhard Naprstek war auch der Mann, der dem Chorgesang wieder einen Namen gab. So wurde außer dem vierstimmigen Chorgesang der Choralgesang gepflegt und regelmäßig ein Choralamt gesungen. Gerhard Naprstek komponierte auch selbst. Viele mehrstimmige Chorwerke entstanden unter seiner Feder, welche er mit dem Chor einübte und aufführte.
Nach 10 Jahren segensreicher Tätigkeit im Dienste der Musica sacra verließ im Jahre 1974 Gerhard Naprstek die Mariengemeinde Schwerte, um sich einen anders gelagerten Wirkungskreis zu suchen. Auch erwähnenswert ist die Partnerschaft des Chores mit dem kath. Kirchenchor St. Vaast in Bethune, welche in den sechziger Jahren ein lebhaftes Echo fand. So besuchte der Bethuner Chor dreimal den Kirchenchor St. Marien und zwar im Jahre 1962, 1965 und 1969. Der Gastchor gab dann jeweils ein großes Konzert. Viele Chormitglieder schreiben sich noch heute.
Im Jahre 1974 ist der Kirchenchor St. Marien verwaist und wartet auf einen neuen Chorleiter. Aber schon im Herbst desselben Jahres konnte Pfarrer Stelzner dem Chor Herrn Heinrich Henkel aus Herdecke vorstellen, der vorübergehend 2 Jahre den Chor leitete und sich großer Beliebtheit erfreute.
Anfang 1977 kam als neuer Kantor der Mariengemeinde Joachim Riepen nach Schwerte, der auch den Kirchenchor übernahm. Mit seinem Humor und seinem Elan lockte er viele neue Chormitglieder an. Joachim Riepen war es auch gelungen, nach Arnold Werner, wieder einen Kinderchor ins Leben zu rufen.
Leider verließ er schon nach 2 Jahren im Herbst 1979 wieder die Mariengemeinde. Aber die Chormitglieder hatten Glück. Schon nach kurzer Zeit konnte Pfarrer Stelzner am 25. September 1979 dem Chor den neuen Chorleiter, Herrn Joseph Gemmeke, vorstellen. Joseph Gemmeke, welcher Leiter der Musikschule der Stadt Schwerte ist und außerdem die Kirchenchöre St. Marien Lünen und St. Remigius Dortmund-Mengede leitet, war bereit, den Kirchenchor St. Marien Schwerte mit zu übernehmen.
Am 2. Dezember 1979 als Pfarrer Hans-Heinz Riepe in St. Marien Schwerte eingeführt wurde, bekam auch der Kirchenchor wieder einen neuen Präses. Auch der Übungsraum ist neu, denn seit März 1979 probt der Kirchenchor im neuen Pfarrheim an der Goethestraße. In den vergangenen 7 Jahren wurden die Proben in einem Raum des alten Pfarrheims an der Haselackstraße abgehalten. Im Jubiläumsjahr 1980 zählt der Kirchenchor St. Marien in Schwerte 43 aktive Mitglieder. Als Krönung in der Geschichte der Chorarbeit erscheint nun eine Schallplatte, welche nach monatelanger, harter und intensiver Arbeit der Kirchenchöre St. Marien (Lünen), St. Remigius (Dortmund-Mengede) und St. Marien (Schwerte), unter der Obhut von Chorleiter Joseph Gemmeke am 13. und 21. September 1980 aufgenommen wurde.
Seit 1979 ist Kantor Michael Störmer an St. Marien tätig. Er übernahm den Marienchor 1982. Seine Zeit ist geprägt durch zahlreiche gesellschaftliche Änderungen. Video, Spielothek und Musik aus der Konserve finden große Verbreitung und lösen das eigene Singen und die Empfindung für eine Chorgemeinschaft, oder eine Gemeinschaft schlechthin, ab.
Es werden nach wie vor viele schöne Feste begangen und jedes ist mit vielen guten und unvergesslichen Erinnerungen verbunden. Doch die Feste zu Jubilarehrungen häufigen sich, und leider fehlt der Zuspruch junger Menschen zu einer chorischen Gemeinschaft.
Michael Störmer musste schon sehr früh die Zeichen der Zeit erkennen und in der Gemeinde ein individuelles Angebot an musikalischen Möglichkeiten für unterschiedlichste Altersstrukturen anbieten.
Auch für die historisch gewachsenen Chöre bedeutete dies Veränderung. Die ehemals "drei Chöre" von Holzen, Geisecke und Schwerte-Mitte sangen immer häufiger bei großen Projekten zusammen und bildeten eine große Chorgemeinschaft. Zum Europäischen Jahr der Musik 1985 veranstaltete die Musikschule Schwerte in der Marienkirche ein Konzert mit mehreren heimischen Chören, wo die Chöre der drei Gemeinden gemeinsam auftraten.
1986 gab es einen großen gemeinsamen Chorauftritt mit der Mozartmesse in D für Chor und Orchester. Fortgesetzt wurde diese gemeinsame Erfahrung in den folgenden Jahren mit gemeinsamen Chorauftritten bei den Dekanatscäcilienfesten. 1990 fand in Schwerte die erste große ökumenische Kirchenmusikwoche statt, die ebenfalls zu einer super Gemeinschaftserfahrung beitrug.

Es gab in dieser Zeit immer wieder sehr schöne Chorerfahrungen, die auch weiterhin die Chorgemeinschaft prägen werden. Seit 1999 bilden alle drei Chöre eine große Gemeinschaft, die in drei Gemeinden für die Erhaltung der Kirchenmusik sorgt. Das ist die:

Chorgemeinschaft im Pastoralverbund
St. Marien

 

Am Samstag, den 28. März 2009 ging nun eine jahrzehntelange Tradition zu Ende. Die Chorgemeinschaft im Pastoralverbund St.Marien hat sich aus Altersgründen aufgelöst. Der Sängernachwuchs blieb wie bei so vielen Chören und Vereinen aus. Doch auch weiterhin wird man sich in lockerer Runde treffen und beliebte Angebote wie Grillabende, Stammtisch, Ausflüge und Adventfeiern beibehalten.
Für die lange Zeit ehrenamtlicher Tätigkeit im Dienst der Liturgie dankten Pfarrer Iwan und Dekanatskirchenmusiker Michael Störmer.