Musicalkids
des Pastoralverbunds
| Seit
1996 finden in der Marienkirche in jedem Jahr an einem November-Wochenende
Musicalaufführungen statt. |
 |
Die
Grundidee entstammt der Frage, was es in der Pastoral für Möglichkeiten
altersübergreifender Angebote geben sollte. Was lag näher,
als im musikalisch-kreativen Bereich die ersten Ansatzpunkte für
diese Idee zu suchen. Schon bald entstand der Gedanke: Ein Musical
in der Kirche.
Michael Störmer, Kirchenmusiker der Mariengemeinde und schon
immer der Meinung, dass Kirchenmusik mehr sein muss als „nur“
Orgelspielen und Walburga Schnock-Störmer, Gemeindereferentin
der Mariengemeinde und schon immer der Meinung, dass in der Kirche
mehr getanzt werden muss, ließen in ersten Überlegungen
eine Idee entstehen: |
 |
1.
Kinder, die Singen und Tanzen
2. zu einer biblischen Geschichte,
3. vor und in liebevoll von Erwachsenen gestalteten Kulissen und
4. mit professioneller Licht- und Tontechnik (und natürlich
einer entsprechenden Band)
5. in eine zauberhafte Szene gesetzt werden.
|
| Eine
Menge Überlegungen standen an, welche Mitarbeiter für
diese Zusammenarbeit wichtig sind. Zu Mitarbeitern „der ersten
Stunde“, und bis heute dabei, zählten Dorothea Wolfgart,
Peter Blaschke und Rüdiger Hayk. |
Doro,
eine Frau unserer Gemeinde und langjährige Leiterin unseres
Kinderchors, war sofort bereit mit zu machen und „ihre“
Kids für das Projekt zu begeistern.
Peter, erfahrener Bandleader der Gruppe JOSCHIJA, der selbst schon
größere Musikprojekte durchgeführt hat, stimmte
auch sofort zu, einem Musical beratend zur Seite zu stehen.
|
 |
| Der
letzte im Bunde war Rüdiger Hayk. Seine persönliche Begeisterung
für technische Belange in Sachen Licht und Ton war von Anfang
an gewinnbringend für das Projekt. |
 |
Für
die Gestaltung der Kulissen erklärten sich immer wieder neue
Gemeindemitglieder bereit mit zu helfen durch kreative Ideen zur
Kulissengestaltung. Zu nennen sind hier Lore Kinkel, Anette Lillotte,
Dagmar Höke und Georg Pycalla. Unersetzlich war unser Alt-Küster
Werner Hayk, der mit zahlreichen Ideen und tatkräftiger Hilfe
immer dem Team zur Seite stand. |
| Auch im musikalischen Bereich zeigten
sich die „Älteren“ begeistert von der Idee. Jugend-
und Kammerchor übernahmen gern die Aufgabe mehrstimmige Musik
einzustudieren und als Backgroundchor für den Kinderchor Verantwortung
zu übernehmen. Für die Band fanden sich immer wieder professionelle
Musiker, wie zum Beispiel Kerstin Fabry am Saxophon und Michael
Blaschke am Schlagzeug (beide von Anfang an dabei), die mit Begeisterung
und Sensibilität für die Arbeit mit Kindern das Projekt
durch ihre Teilnahme unterstützt haben. |
Als
erstes nahmen wir uns das Singspiel
„Jona“ vor. Es ist die Geschichte jenes Propheten,
der nicht auf Anhieb wirklich Lust hatte dem Gebot Gottes zu folgen
und das Volk von Ninive vor dem Sündenverfall zu warnen. Ein
Aufruf zum Mitmachen erfolgte. Alle Kinder, die Spaß am Singen
und Tanzen hatten, wurden gesucht und ........, eine Menge wurden
gefunden.
|
|
| Gesucht haben wir immer Kinder ab 6
Jahren, also Kinder, die schon in der Schule waren. Gemeldet haben
sich aber auch immer wieder Kinder, die jünger waren und unheimlich
gerne dabei sein wollten. Für alle wurde eine Rolle gefunden.
Mit Feuereifer nahmen die Musicalkids, unterstützt von den
„Großen“ aller Altersschichten ihre, Arbeit auf.
|
 |
An unser erstes Musical „Jona“
sind wir noch sehr vorsichtig gegangen. Die Kinder waren es noch
nicht gewohnt vor großem Publikum zu spielen und zu tanzen,
ja, sie waren es teilweise überhaupt noch nicht gewohnt sich
rhythmisch zu bewegen. Walburga musste viele Grundschritte und Bewegungsabläufe
in mühseliger Arbeit mit den Kids einstudieren. Auch unsere
Kulissen wurden eher vorsichtig und dezent gestaltet. Wir alle stellten
uns die Frage: „Was wird die Gemeinde sagen, wenn sich ihre
Kirche in eine Musicallandschaft verwandelt?“ Der Erfolg unserer
ersten Aufführung war enorm. |
Die
Gemeinde war begeistert und alle Kids unheimlich stolz auf sich.
Zwei Monate später konnten wir eine Wiederholungsaufführung
von „Jona“ anbieten, die von der Gemeinde dankend angenommen
wurde.
Ach ja, eines sollte noch dringend erwähnt werden, unsere Sprecherin.
Natürlich musste die Geschichte ja während der Aufführung
auch erzählt werden. Ellen Weißgerber, die aus unserer
Gemeinde stammt und beim WDR als Sprecherin arbeitet, hat diese
Aufgabe bis heute immer wieder gern übernommen und fasziniert
uns nach wie vor mit ihrer professionellen Art Texte zu lesen. |
| Unser
nächstes Projekt war
„Jesus Junior“. Die Kinder waren älter und
geübter was den Stress eines Musicals anging, obwohl immer
wieder neue Anfragen von wieder jüngeren Kindern zur Teilnahme
bei den Musicalkids eingingen. „Jesus Junior“ erzählt
die Geschichte des 12-jährigen Jesus in Jerusalem. |
|
 |
Unsere
Kinder konnten nun schon kleine Hauptrollen übernehmen mit
Solotänzen kleinerer Gruppen und verantwortungsvollen Besetzungen
kleinerer Spielszenen. Die Rollen waren vielfältig und spornten
das Kulissenteam in ihrer Kreativität an. Kostüme und
Kulissen wurden bunt und abwechslungsreich gestaltet. Die Technik
wurde aufwendiger und mit neuen Möglichkeiten ausgestattet.
Die musikalischen Arrangements wurden aufwendig und mit größerer
musikalischer Besetzung gestaltet. |
—
Weiter
zu: Die folgenden Jahre
|