Trauerkreis
- Seminare
| Der
Segen der Trauernden
Gesegnet
seien alle,
die mir jetzt nicht ausweichen.
Dankbar bin ich für jeden,
der mir einmal zulächelt
und mir seine Hand reicht,
wenn ich mich verlassen fühle.
Gesegnet
seien alle,
die mir erlauben
von dem Verstorbenen zu sprechen.
Ich möchte meine Erinnerung
nicht totschweigen.
Ich suche Menschen,
denen ich mitteilen kann,
was mich bewegt.
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Gesegnet
seien alle,
die mir zuhören,
auch wenn das,
was ich zu sagen habe,
sehr schwer zu ertragen ist.
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Gesegnet
seien alle,
die mich nicht ändern wollen,
sondern geduldig so annehmen,
wie ich jetzt bin.
(Marie-Luise
Wölfing)
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Wenn
ein geliebter Mensch stirbt bricht die eigene innere Welt in Scherben.
Nichts ist mehr wie vorher. Unser gesamtes Leben und unsere ganze
Persönlichkeit wird in Körper, Seele und Verstand erschüttert.
Gleichzeitig geht der Alltag in der Außenwelt
so weiter, als sei nichts geschehen.
Das ist eine Zerreißprobe auf dem Weg der Trauer. So fühlen
sich viele Betroffene wie in einem Labyrinth und bleiben mit ihren
schmerzlichen Gefühlen allein.
Da tut es gut, die Gemeinschaft mit Menschen zu
erfahren, die ähnliches erlebt haben!
Der Trauerkreis ist ein geschlossenen Angebot
über 8-10 Abende. In einem geschützten Raum der Gruppe
können die TeilnehmerInnen:
· ihre unterschiedlichen Gefühle der Trauer zur Sprache
bringen und gestalten,
· ihre eigenen Anliegen einbringen
· miteinander behutsam kleine Schritte auf dem Weg der
Trauer gehen
· und sich gegenseitig mit ihren eigenen Erfahrungen trösten
und stärken.
Kreative Elemente, Lieder, Musik und auch Rituale sind auf diesem
Weg wichtige Hilfen , der eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen
und das Meer der Trauer und die schmerzlichen Erinnerungen zu
verwandeln in Mut, Kraft und neue Lebensperspektive für den
eigenen Weg.
Im eigenen Labyrinth der Trauer sind vor allen
Begegnungen mit Menschen Lichtblicke:
· die mich in meiner Trauer annehmen und verstehen, so
wie ich jetzt bin,
· die die unterschiedlichen Gefühle in der Trauer
nachempfinden können aufgrund ihrer eigenen Betroffenheit
· die Höhen und Tiefen auf dem Trauerweg verstehen
können, weil sie ähnliches erlebt haben und durchleben
müssen.
Trauerkreis bei Partnerverlust
(Geschlossene/feste Gruppe über 8 Abende im Frühjahr)
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„Alles
hat seine Zeit:
Geboren werden und sterben,
sich umarmen und sich aus der
Umarmung lösen,
reden und schweigen,
lachen und weinen,
lieben und trauern ...!“
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| Zu
diesem Trauerkreis sind besonders Erwachsene eingeladen, die ihren
Lebenspartner / ihre Lebenspartnerin oder ihren Ehemann / ihre Ehefrau
verloren haben.
Wenn der Partner
oder die Partnerin stirbt, bleibt der Platz an meiner Seite leer,
nichts und niemand kann ihn/sie ersetzen. Die eigene Wohnung,
jedes Zimmer, einzelne Möbelstücke und Bilder erzählen
von der gemeinsam erlebten Zeit und auch von dem großen
Loch, dass nach dem Tod des Partners oder der Partnerin zurückbleibt.
Viele Betroffene
können sich nicht vorstellen, wie der eigene Lebensweg ohne
den Partner oder die Partnerin überhaupt weitergehen kann.
Im
Trauerkreis gibt es an den einzelnen Abenden Raum und Zeit, sich
auszutauschen, was im Traueralltag so schwer fällt und belastet,
aber auch die kostbaren Erinnerungen der Beziehung einzusammeln
und Trost und neuen Lebensmut im Gespräch und gemeinsamen
Tun zu finden.
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Kreis „Trauernder Eltern“
Geschlossene/feste Gruppe über 8 Abende im Herbst/Winter
Gebrochenes Herz – schmerzende Seele
Der Schmerz, den ich fühle ist wie das Meer.
Das Brechen meines Herzens ist wie das Brechen der Wellen.
Das Schmerzen meiner Seele ist wie Ebbe und Flut.
Meine Tränen werden verdeckt wie der Sand durch das Meer.
Mein gebrochenes Herz – meine Schmerzende Seele.
(Julie Fritsch)
Eltern, die ihr Kind verlieren müssen, machen
die Erfahrung,
dass dieser Tod widersinnig ist.
Mit dem Kind stirbt alle Hoffnung und auf die quälenden Fragen
nach dem „Warum“ gibt es keine Antwort. Der Weg der
Trauer in der Partnerschaft und in der Familie ist gezeichnet
von Ohnmacht und Verzweiflung und fordert von den Familienmitgliedern
untereinander – Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern -
sehr viel Rücksichtnahme, Achtsamkeit und Geduld miteinander.
Gerade in der Vorbereitungszeit auf des Weihnachtsfest und die
Jahreswende fällt es schwer, den Verlust des Kindes in der
Familie zuhause zu ertragen.
Da tut es gut, andere betroffene Mütter und
Väter kennen zu lernen,
die ähnliches erlebt haben und den Schmerz verstehen können.
So sind zum Kreis „Trauernde Eltern“
Mütter und Väter – ob als Paar oder auch als Einzelperson
eingeladen, den Weg der Trauer über diese schwere dunkle
Jahreszeit ein Stück gemeinsam zu gehen, und sich gegenseitig
zu stützen und zu trösten.
Weitere
Angebote für Trauernde Eltern und Geschwisterkinder:
In Zusammenarbeit mit der Bildungsstätte „St. Bonifatius“
Elkeringhausen (nähe Winterberg) gibt es im Frühjahr
und Herbst jeweils ein Wochenende unter dem Thema „Leben
ohne mein verstorbenes Kind!“.
Das Wochenende bietet die Möglichkeit, im geschützten
Raum von Betroffenen aus den Belastungen des Alltags auszusteigen
und sich im Gespräch, im kreativen Tun , in Liedern und Musik,
und mit einfachen Entspannungsübungen der eigenen Trauer
um das verlorene Kind zu widmen.
Geschwisterkinder werden in einer eigenen Gruppe getrennt von
den Erwachsenen durch ein geschultes Team betreut und in ihrer
Trauer begleitet.
Gemeinsame Elemente verbinden Arbeit von Eltern und Geschwisterkinder
und lassen im geschützten Raum so neu Verständnis, Geborgenheit
und Nähe erspüren.
Kontakt
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