Akademie: Kurzfilme und Thema Frauenwahlrecht

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Akademie: Kurzfilme und Thema Frauenwahlrecht

Auch die großen Filmemacher haben „klein“ angefangen: mit Kurzfilmen, also Filmen, die nach uneinheitlicher Definition nicht länger als 30 Minuten lang sind. Je kürzer, desto dichter die Erzählung. Dramaturgie lernt der Filmemacher durch den Kurzfilm. Der Plot ist ansprechend, stimmig, spannend, eben handwerklich-dramaturgisch korrekt gebaut. „Dichtung“ bekommt hier über die „Verdichtung der Story“ eine ganz besondere Bedeutung. Es geht um die Reduktion auf das Wesentliche, das dadurch umso deutlicher sichtbar wird. Kurzfilme sind also kurze Filme, die überschaubar oft wesentliche Themen faszinierend auf den Punkt bringen, und dann und wann mit dem Publikum sich selbst übersteigen.

Am Freitag, 26. April, um 17.30 Uhr wird in der Katholischen Akademie Schwerte, Bergerhofweg 24, das Kurzfilmprogramm „Augenblicke 2019“ gezeigt. Filmfachleute aus der kirchlichen Filmarbeit, den katholischen Medienstellen und Bildungswerken haben mit freundlicher Unterstützung des Katholischen Filmwerks elf herausragende Filme unterschiedlichster Genres ausgewählt. Mit dabei ist u.a. der Oscar nominierte Film »Watu Wote«. Hier ist der Eintritt frei.

Und im Rahmen der Filmreihe „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ wird am Freitag, 26. April, um 19.30 Uhr in der Katholischen Akademie der schweizerische Spielfilm „Die göttliche Ordnung“ (Schweiz 2017) von Petra Volpe gezeigt. In Deutschland erhielten die Frauen vor 100 Jahren das Wahlrecht. In der Schweiz dauerte es noch bis 1971. Der Film „Die göttliche Ordnung“ erzählt davon, wie sich Anfang der 1970er Jahre eine Hausfrau aus einem Dorf im Appenzellischen unter dem Einfluss der Debatte um das Frauenwahlrecht in der Schweiz zur sanften Streiterin für die Sache wandelt. Doch ihr öffentliches Engagement sorgt sowohl im Dorf als auch in ihrer Ehe für Spannungen. Der Film ist eine hintersinnige Tragikomödie, die auf authentischen Erlebnissen beruht, was sich in der stimmungsvollen Verdichtung von Geist und Atmosphäre der damaligen Zeit manifestiert. Die erfrischende, ausgesprochen unterhaltsame Lektion in Sachen direkter Demokratie erzählt nebenbei die Geschichte der sexuellen Revolution in der Schweiz. Birgit Wippermann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte, führt in das Thema und den Film ein. Die Vorführung findet in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Schwerte statt und ist Teil des Projekts „Schwerte zusammen“. Die Eintrittsgebühr für „Die göttliche Ordnung“ beträgt 4,50 €, ermäßigt 3,50 €. Weitere Informationen unter www.kirchen-und-kino.de.