Möglichkeiten für die Erstkommunion

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Möglichkeiten für die Erstkommunion

Fast 80 Kinder hätten kurz nach Ostern in den verschiedenen katholischen Kirchen in Schwerte ihre erste Heilige Kommunion gefeiert – wenn da nicht bedingt durch die Corona Pandemie und den Lock Down alles ausgefallen wäre. Jetzt hat die Pfarrgemeinde St. Marien Möglichkeiten gefunden, die Erstkommunion würdig, aber Pandemie-gerecht nachzuholen.

Eineinhalb Jahre hatten sich die Kinder und die Familien auf den sogenannten Weißen Sonntag vorbereitet, hatten viel gelernt und waren bereit die gewandelte Hostie erstmals zu empfangen. Schicke Kleider und Anzüge waren schon gekauft, die Verwandten und Paten eingeladen. Da war es natürlich für alle betroffenen Familien bitter, dass Corona ab April in der Gemeinde für absoluten Stillstand sorgte.

Umso mehr freut es nun alle, dass es doch noch einen würdigen Abschluss für diesen Jahrgang gibt. Es darf Erstkommunion gefeiert werden, aber nicht so wie sonst, denn natürlich muss nach wie vor ein Sicherheitskonzept gemäß aller Vorgaben der Landesregierung und des Erzbistums Paderborn für Versammlungen und die Liturgie eingehalten werden.

Die Kirchengemeinde St. Marien Schwerte hat sich deshalb etwas ausgedacht und mit den betroffenen Familien besprochen: Jeder Familie wurden drei verschiedene Möglichkeiten angeboten die Erstkommunion zu feiern.

Sieben Familien haben sich entschieden, das große Fest komplett auf das nächste Jahr zu verschieben, in der Hoffnung, dass 2021 die Erstkommunion wieder ganz traditionell in der Kirche und zu Hause mit allem drum und dran gefeiert werden darf.

Rund 50 Familien nutzen die Möglichkeit, in kleinen Gruppen mit 5 bis 7 Kindern in der neuen FamilienKirche St. Thomas Morus in Villigst das Fest zu feiern. Anders als sonst sind die Gruppen sehr viel kleiner und die Gästeanzahl ist stark begrenzt. „Ich bin froh, dass wir die neue FamilienKirche in Villigst haben,“ so Gemeindereferentin Eva Mehrens, die gemeinsam mit Elsbeth Bihler verantwortlich für die Erstkommunion ist.

Mehrens: „In jede unserer Kirchen dürfen derzeit nur begrenzt Besucher zur Messe, wegen der Abstandsregel. In der FamilienKirche können wir aber, weil dort flexibel stellbare Stühle statt der starren Kirchenbänke stehen, die Familien wunderbar auf Abstand platzieren.“ In Villigst können so gut 100 Personen an der feierlichen Messe teilnehmen. Zum Vergleich: In Schwertes größter katholischen Kirche, der Pfarrkirche St. Marien, können aktuell nur 70 Besucher und Besucherinnen gleichzeitig eine Messe feiern. In den übrigen Kirchen sind deutlich weniger Besucher zugelassen.

„Die Gruppen sind bunt gemischt, aber es haben sich auch einige Familien abgesprochen und einen gemeinsamen Termin in Villigst für sich ausgesucht“, so Eva Mehrens. Es werden ab dem 22. August bis Ende September jede Woche Samstag und Sonntag jeweils um 14 Uhr insgesamt 10 Erstkommunion-Messen in Villigst gefeiert. „Anders als sonst werden die Kinder bei ihren Familien sitzen und dann zum Taufversprechen und zum erstmaligen Empfang der Heiligen Kommunion zum Altar gerufen“, erklärt die Gemeindereferentin. Das Üben des Einmarschierens fällt weg, es gibt kein Einstimmungsgebet am Vorabend und keine Dankmesse am Tag danach. Trotzdem fand die Mehrzahl der betroffenen Familien diese Lösung akzeptabel.

Für Familien, die die Erstkommunion gerne in der Kirche ihres Heimatstadtteils feiern wollten, gab es eine dritte Möglichkeit: die Einzelkommunion. Während einer turnusmäßigen Wochenendmesse in den katholischen Kirchen in Schwerte zu einem frei gewählten Termin dürfen einzelne Kinder mit 10 Gästen zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen. Acht Familien wählten diese Form und drei dieser Feiern haben mittlerweile schon stattgefunden.

„Auch wenn es ganz anders als sonst ist, und dadurch Vieles neu überlegt und vorbereitet werden muss, sind wir sehr froh, den betroffenen Familien drei Möglichkeiten anbieten zu können,“ so Pfarrer Peter Iwan als Gemeindeleiter