Indische Fischer hungern

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Indische Fischer hungern

Er ist Priester des lateinischen Erzbistums Trivandrum in Indien, zurzeit ist er der einzige indische Lateiner im ganzen Erzbistum Paderborn. Er ist ein im belgischen Leuven promovierter Theologe, hat u.a. in Harvard studiert und habilitiert sich jetzt zum Professor an der Universität Paderborn im Fachbereich „Vergleichende Theologie“. Er ist Experte im Vergleich von Hinduismus und Christentum und während seiner Habilitation von seinem Bischof in Indien freigestellt. Das Erzbistum Paderborn hat ihm eine halbe Stelle als Pastor in der Schwerter Pfarrgemeinde St. Marien zur Verfügung gestellt.

Aber Dr. Yesudasan Remias ist auch der Sohn eines einfachen Fischers aus Paruthiyoor in der indischen Provinz Kerala. Mit großem Erfolg versucht er neben seiner wissenschaftlichen Arbeit so ganz nebenbei noch eine Hungersnot in seiner indischen Heimat zu bekämpfen. Hilfe bekam er schon viel, aber die bisher schon eingesammelten 13.000 Euro sind eine enorme Summe – aber noch lange nicht genug!

Dr. Remias verwaltet von Schwerte aus diesen großartigen Spenden-Geldbetrag, bezahlt von Schwerte aus über die katholische Gemeinde in Paruthiyoor den Einkauf heimischer Lebensmittel wie Reis, Trockengemüse, Öl, Zucker, Salz und Gewürze. „In meiner Heimat leben 2000 Familien überwiegend vom Fischfang. Das ist in Corona-Zeiten aber verboten“, erklärt der Priester. Familien mit Kindern hungern jetzt, denn der indische Staat ist nicht in der Lage Hilfe zu leisten.

Etappenweise übermittelt Remias jetzt gespendetes Geld, die katholische Gemeinde vor Ort kauft lastwagenweise ein, Ordensschwestern füllen die Lebensmittel aus riesigen Säcken in Familienpackungen um und die Mitarbeiter der Gemeinde geben die Säcke direkt an die Familien. Zwischen Schwerte und Paruthiyoor verschwindet kein Euro, die Verwaltung der Spendenmittel, der Einkauf und die Ausgabe geschehen komplett ehrenamtlich über die Kirche. Das Bild oben zeigt den katholischen Pfarrer von Paruthiyoor bei der Lebensmittelausgabe an Fischerfamilien.

„Es gibt für die Familien bei mir Zuhause keine Alternative zum Fischfang,“ sagt Remias. Außerdem ist immer noch Monsun-Zeit in Indien, viele einfache Fischerhütten sind schon bei Stürmen zerstört worden. Derzeit regnet es bei etwa 32 Grad Celsius.

Der Covid19-Virus hat auch Menschen in Paruthiyoor infiziert. Niemand wisse, wielange die Pandemie noch andauern werde. Solange will Remias aber wenigstens versuchen seine Nachbarn so gut wie möglich von Schwerte aus zu unterstützen. Und die Pfarrgemeinde St. Marien unterstützt Remias dabei. Das Spendenkonto hat die IBAN DE52 4415 2490 0000 0005 70 bei der Sparkasse Schwerte, Stichwort „Heimat Yesu“. Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt.