Beruf hört auf, Berufung nicht

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Beruf hört auf, Berufung nicht

Nein, zu den 40 Büchern, die sie in den letzten 38 Jahren nebenbei auch noch schrieb, wird jetzt keines mehr dazu kommen. Vermutlich nicht. „Ich höre doch jetzt mit dem Beruf auf“, sagt Elsbeth Bihler. Um gleich zu ergänzen: „Aber meine Berufung geht natürlich weiter“. Aus dem operativen Tagesgeschäft in der Gemeinde steigt sie aus, aber Elli wird weiter aktives Gemeindemitglied bleiben, wird weiter Projekte (er-)finden und anstoßen, wird seelsorgerisch tätig bleiben. Sie wird weiter Gemeindemitglieder beerdigen – was sie anfangs schweren Herzens und der Personalnot bei den Priestern geschuldet mit ihren Kolleginnen übernommen hat. „Das mache ich jetzt sogar gern,“ sagt sie heute.

Freunde wie Ludger Wolfgart oder Margret Wilkes hat sie natrlich selbst beerdigt. Ihre Freundschaft dauert über den Tod hinaus, wie sollte sich da dieser Pflicht entziehen?

Andere Dinge, zu denen sie heute keine Lust mehr hat, muss sie nicht mehr machen. Sie verrät nicht, was das sein könnte. Vielleicht weiß sie es auch gar nicht, denn Beobachter ihres Tuns könnten keinen Tag und keine Stunde benennen, in denen Elli der Dienst offensichtlich sauer geworden ist.

„Ich bin doch mehr beschenkt worden, als dass ich gegeben habe.“ Im Rückblick findet sie es selbst sogar unglaublich: „Ich konnte immer vor der Liebe Gottes, vor der Gemeinde und vor mir selbst bestehen“.

Das Gästebuch ist mit folgendem Link zu erreichen:
https://www.schwerterkirchen.de/gaestebuch-zur-verabschiedung/