Gedenkstätte alte Synagoge braucht Hilfe

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Gedenkstätte alte Synagoge braucht Hilfe

Niemals vergessen! Gedenkstätte erhalten! Endlich soll die Renovierung der Gedenkstätte an der ehemaligen Synagoge in der Schwerter Altstadt starten. Doch nicht etwa die Stadt oder eine Denkmalschutzbehörde nimmt sich des maroden Kunstwerkes an, sondern die private Initiative „Bündnis gegen Rechts“. Die Pfarrgemeinde ar vor vielen Jahren Gründungsmitglied dieser Initiative und nterstützt das Bündnis heute noch.

Jetzt nimmt das Bündnis Schwerte gegen Rechts an der Sommeraktion der „Schwerte Crowd“ von den Stadtwerken Schwerte und der Sparkasse Schwerte teil.
Seit dem 1. Juni geht die Crowd unter dem Link www.schwerte-crowd.de/niemalsvergessen online. Gesammelt wird möglichst viel Geld für die Überarbeitung der „Treppenbücke“ der Gedenkstätte an der ehemaligen Synagoge in der Großen Markstraße. Für die Überarbeitung der in die Jahre gekommenen Stahltreppe wurden Fachfirmen beauftragt, die Kosten belaufen sich auf ca. 3.000 Euro. Ein Großteil der Kosten wurde durch den Heimatcheck, das KuWeBe und die Kulturförderung der Sparkassenstiftung bereits gedeckt. Nun sammelt das Bündnis gegen Rechts den Rest zur Fertigstellung.

Nachdem 1992 im Ältestenrat der Stadt Schwerte der Bau einer Gedenkstätte auf dem Gelände in der Großen Markstraße angeregt wurde, startete die Stadt Schwerte 1993 einen offenen künstlerischen Wettbewerb für die Errichtung der Gedenkstätte. Aus mehr als 300 eingereichten Arbeiten wurde dann die „Treppenbrücke“ der beiden Hannoveraner Künstler Madlowski und Martin ausgewählt und 1994 baulich realisiert. 1998 erfolgte der Anstrich.


Die Synagoge der jüdischen Gemeinde Schwerte wurde am 09. November 1938 von den Nazis gestürmt, die Thora-Rollen in den Straßenschmutz geworfen und im Inneren Feuer gelegt. An diesem Ort befindet sich heute keine Synagoge mehr. Die Gedenkstätte und der Blick von der „Treppenbrücke“ ins Nichts, ist das was bleibt. Das Bündnis fordert: Niemals vergessen! Und will mit der Renovierung einen Teil zum bürgerschaftlichen Mahnen und Gedenken beitragen.
Die Idee zur Renovierung kam von vielen Schwerter:innen, daher freut sich das Bündnis, diese jetzt bald umsetzen zu können.

Mit der „Schwerte Crowd“ haben nun alle ganz aktiv  die Möglichkeit sich persönlich zu beteiligen und die Aktion zu unterstützen. Es kann ein deutlich sichtbares Zeichen in Schwerte gesetzt werden gegen Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit. Auch nachfolgende Generationen sollen wissen, dass in Schwerte Juden lebten, dass viele von ihnen vom NS-Terrorregime ermordet wurden und dass die Schwerter Bevölkerung das niemals vergessen darf. Als Dankeschön warten in der Crowd einige limitierte Prämien auf die Spender:innen. Kleiner Tipp: pro Spende von mind. 10 Euro, geben Sparkasse und Stadtwerke 11 Euro dazu.

Das Bündnis gegen Rechts kümmert sich auch um die Gedenkstätte am ehemaligen KZ-Aussenlager am Eisenbahnausbesserungswerk Ernst-Gremler-Straße.