Trotz Corona: 1.100 Euro für Adimali

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Trotz Corona: 1.100 Euro für Adimali

Die Welt bleibt nicht stehen, das Leid der Menschen in vielen Gegenden dieser Erde ist in Zeiten der Pandemie noch viel, viel größer geworden. Bestes Beispiel ist Adimali und das Krankenhaus Morning Star dort. Schon seit 2007 werden die Ordensschwestern und ihre Einrichtungen vom Schwerter Verein „Hilfe für Adimali“ unterstützt. Regelmäßig gehen Erlösanteile vom Gemeindefest im Pfarrbezirk St. Christophorus Holzen oder vom dortigen Weihnachtsbaumverkauf in die südindische Provinz Kerala. Schon zweimal gab es aber wegen Corona kein Gemeindefest und keinen Weihnachtsbaumverkauf – Leidtragende sind die Patienten in Adimali. Beim Gemeindefest verkaufen auch immer fünf fleißige Holzener Frauen Produkte ihrer Handarbeitskünste zugunsten von Adimali, auch sie kamen nicht zum Zuge.

Dass die Menschen in Indien nicht wie sonst unterstützt werden konnten, das hat Magdalene Riedel, Christa Reif, Sabine Wagner, Agnes Marks und Fine Adameitis nicht ruhen lassen. Sie trafen sich, sobald es wieder ging, bastelten vorher auch schon alleine zuhause, strickten unter anderem Socken und Spieltiere, nähten Körnersäckchen, kochten Marmelade ein oder Holunderblütensirup und produzierten köstlichen Eierlikör. Und gaben ihre „Waren“ gegen Spenden Corona-konform aus einer Garage heraus ab. Handarbeiten für soziale Zwecke, das beschäftigt die Holzener Frauenrunde schon seit vielen Jahren,.

Sage und schreibe 1.100 Euro Erlös kamen so zusammen! Das Geld nahm jetzt hocherfreut Sebastian Karthikapallil als Sprecher des Vereins „Hilfe für Adimali“ entgegen. Zusammen mit seiner Frau Grace und der Schatzmeisterin des Vereins, Elvi Brüne, traf man sich dazu im Schatten der St. Christophorus-Kirche. Grace Karthikapallil schenkte den spendablen Damen ihr Kochbuch mit indischen Gerichten zum Nachkochen.

Karthikapallil erklärte, dass jeder gespendete Euro ohne Abzüge die Menschen in Adimali und speziell die Schwestern im Morning Star-Krankenhaus erreicht. In Adimali wütet natürlich auch der Corona-Virus, von Schwerte aus wird versucht die Einrichtung mit besseren Sauerstoffanlagen zu versorgen, was eben wegen der Pandemie gar nicht so einfach ist. „Wir geben das Geld immer nur in konkrete Projekte“, sagt Sebastian Karthikapallil, „da fließt nichts auf anonyme Konten“. Zuzeit wird versucht Kontakt zu den Dependancen von deutschen Hilfsgeräte-Firmen in Südindien zu bekommen.

Beim letzten Monsun ist Adimali auch von Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesucht worden wie seit 90 Jahren schon nicht mehr, glücklicherweise liegt das Morning Star-Krankenhaus auf einer Anhöhe über der Stadt. Dank der finanziellen Hilfe aus Schwerte konnten die Schwestern im Krankenhaus obdachlos gewordene Menschen aufnehmen. 2018 bekam das Hospital eine Solaranlage, die es von der Stromversorgung weitgehend unabhängig macht. Das Krankenhaus bekam auch eine moderne Computerausstattung und mit der Installation einer Brandschutzanlage mit Hydranten und Rauchmeldern ist begonnen worden. Ein Mädchenhaus im Bereich des Waisenhauses wird gerade mit Geld aus Schwerte fertiggestellt.

Wer Adimali und den Ordensschwestern im Morning Star-Krankenhaus helfen möchte, kann sich im Internet auf der Seite www.hilfe-fuer-adimali.de informieren. Per Mail erreicht man den Vorstand unter s.karthikapallil@hilfe-fuer-adimali.de.