Weltgebetstag der Frauen: VANUATU

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Weltgebetstag der Frauen: VANUATU

Einladung nach Villigst

Am Freitag, 17. September, um17 Uhr holen Frauen in Villigst den Weltgebetstagsgottesdienst der Frauen mit dem Programm aus Vanuatu nach. Der eigentliche Gebetstag war der 3. März, da machte die Pandemie die Durchführung des Gebetstages aber unmöglich. Nichtmal der Gottesdienst unter dem Motto „Worauf bauen wir?“ konnte coronabedingt gemeinsam gefeiert werden. Unter Beachtung der Corona-Regeln lädt die katholische Frauengemeinschaft (kfd) Villigst die Frauen der evangelischen Frauenhilfe Villigst und alle interessierten Frauen dann eben jetzt herzlich ein. Treffpunkt ist die FamilienKirche St. Thomas Morus an Schroeders Gasse in Villigst.

Bericht aus der Inenstadt

Mariele Rupieper berichtet über diesen Weltgebetstag in St. Marien: „Am Freitag, 3. September, fand in unserer Kirche St. Marien der Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen statt, der wegen der Pandemie vom 5. März verschoben werden musste. Trotz des sonnigen Wetters kamen etwa 35 katholische und evangelische Frauen aus den Gemeinden der Schwerter Mitte, Wandhofen und Schwerte-Ost zusammen und zeigten ihre Solidarität mit den Frauen aus Vanuatu, die in diesem Jahr für die Vorbereitung dieses Gottesdienstes umfangreiche Materialien erarbeitet und zusammengestellt hatten. Das ökumenische sechsköpfige Vorbereitungsteam unter der Leitung von Bärbel Nauber, kfd-Vorsitzende in Schwerte-Mitte, gestaltete den Gottesdienst, anschließend kamen alle zum Austausch im Pfarrheim an der Goethestraße zusammen. Vanuatu – ein Land aus 83 Inseln irgendwo im Pazifik zwischen Australien, Neuseeland und den Fidschi-Inseln, von hier aus 48 Flugstunden entfernt, ein Paradies der unberührten Natur am Ende der Welt – leider aber zunehmend vom Klimawandel bedroht. Kaum jemand hatte je von diesem Land etwas gehört – am ehesten im März 2015, in dem der verheerende Wirbelsturm Pam die Inselgruppe verwüstet hat. Erst am 30.Juli 1980 wurde sie als unabhängige parlamentarische Demokratie gegründet. Ihr Name: VANUATU, das bedeutet wörtlich: „Land, das aufsteht“. Als nationales Motto wählte sie „In God we stand“ – „Mit Gott bestehen wir“. Der Titel, den sich die Frauen in Vanuatu für den diesjährigen Weltgebetstag ausgewählt haben, konnte nicht aktueller sein: Worauf bauen wir? Angesichts der Corona-Pandemie fragen Frauen rund um den Globus: Was ist wichtig? Was hält uns? Wie überleben wir? Frauen, die in diesen Krisenzeiten den weitaus größeren Teil der Belastungen tragen, sorgen sich: Was trägt unser Leben, wenn alles ins Wanken gerät? Wie können wir die Stürme überstehen, die unser Leben und das unserer Kinder bedrohen? Lebensgeschichten von vier Frauen in Vanuatu, das Erinnern eigener Gottes-Erfahrungen und ein Satz aus der Bergpredigt im Matthäus-Evangelium, gaben im Gottesdienst Impulse für Antworten: „Nur das Haus, das auf festem Fels gebaut ist, kann den Angriffen der Stürme und der Flüsse widerstehen! Das Haus auf Sand stürzt in einem gewaltigen Zusammenbruch ein.“ Worauf also sollen wir bauen? Was kann der feste Fels für uns als Haus Gottes sein? Was können wir von den Frauen in Vanuatu lernen? Wie kann ich meine Solidarität gegenüber den Frauen dort wie hier lebendig zeigen? Was kann ich tun, damit Gott spürbar wird für andere? Was kann ich mir selbst Gutes schenken? Wie gehe ich mit Menschen anderer Hautfarbe, Sprache oder Orientierung um? Welchen Beitrag kann ich leisten, um den Klimawandel aufzuhalten, um die Schöpfung zu bewahren? Wie kann ich verantwortungsvoll in unserer Kirche handeln? Im Erzählen, Hören und Weitererzählen der Frauenschicksale für uns heute konnte die große Solidarität mit den Frauen in Vanuatu über alle Grenzen der weiten Wege hinweg erfahren werden: Gott ist fester Fels und auch Kraftquelle für die Zukunft. „In God we stand“ steht auf dem Wappen von Vanuatu, dem Land, das aufsteht. „Wir bauen auf Gott und: Wir gehen mit Gott unsere Wege“.

 (Bildnachweis: Juliette Pita, „Cyclon Pam II“, Weltgebetstag der Frauen, Deutsches Komittee)