Neues vom Energiesparen in der Gemeinde

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Neues vom Energiesparen in der Gemeinde

Zur Umsetzung der Energiemaßnahmen gibt es teils noch Verunsicherung. In mehreren Gesprächen in Pastoralteam, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat haben wir nochmal folgende Aspekte bedacht.

Dass wir grundsätzlich möglichst viel Energie sparen müssen, ist sicherlich unstrittig. Finanzielle Mittel, die durch die hohen Energiepreise aufgefressen werden, können wir an anderer Stelle nicht mehr einsetzen. Außerdem ist es richtig und wichtig, dass die Kirchengemeinde nicht Energie verbraucht, die dann wohlmöglich in privaten Wohnungen fehlt. Das würde uns als Kaltherzigkeit ausgelegt werden. Dennoch ist aber nicht geplant, die Heizungen in allen Räumlichkeiten komplett abzuschalten. Dass die Pfarrkirche St. Marien über den Winter geschlossen bleibt, hat im Übrigen nichts mit diesen Maßnahmen zu tun, sondern mit der Baumaßnahme, die länger dauert als geplant.

Vorerst machen wir darauf aufmerksam, dass in drei Kirchen innerhalb der Pfarrei eine Temperatur von 16° C erreicht wird. Das ist natürlich die Krankenhauskapelle. Das sind aber auch die Kirchen in Ergste und Holzen. Diese Kirchräume lassen sich vergleichsweise kostengünstig heizen. Besonders Wärmebedürftigen empfehlen wir, dorthin auszuweichen. Scheuen Sie sich auch nicht, sich eine Decke mitzubringen. Aus hygienischen Gründen werden Decken aber nicht von der Kirchengemeinde gestellt.

Der Energieverbrauch wird derzeit in den Kirchen und Gemeindehäusern monatlich erfasst, damit wir eine bessere Entscheidungsgrundlage erhalten. Zum Teil liegen solche Daten vor, zum Teil noch nicht.

Die bereits installierten Luftentfeuchter lassen schon erkennen, dass bei einer konstanten Luftfeuchtigkeit um 60% auch eine geringere Raumtemperatur als 16 °C als nicht so kühl empfunden wird. Wenn das Gas knapp wird, kann allerdings nur dafür gesorgt werden, dass die Kirchen frostfrei bleiben. Die Empfehlungen dazu schwanken zwischen 5° C und 8° C.

Wir wollen das Problem Energiemangel differenziert betrachten und die Maßnahmen der je aktuellen Situation anpassen.

Zur Solidarität der Kirchengemeinde zählt aber nicht nur das Absenken der Temperatur in den Gottesdiensträumen, sondern gerade umgekehrt auch die Einrichtung von Wärmeräumen. Wir schließen uns einem größeren Verbund von Trägern in Schwerte an, die eine Zusammenstellung erarbeiten und veröffentlichen (Flyer), aus der Bedürftige entnehmen können, wo und wann man sich in öffentlichen Räumen aufwärmen kann. Dabei denken wir an Veranstaltungen, die ohnehin in geheizten Gemeinderäumen stattfinden und zu denen wir Menschen einladen, die das Bedürfnis haben sich aufzuwärmen.

Guido Bartels