In der Sonntagsmesse am 1. März in der St. Marienkirche wurden die Mitglieder des Kirchenvorstands und des Rates der Pfarrei (vormals Pfarrgemeinderat) feierlich in ihr Amt eingeführt und für ihre Arbeit gesegnet. Die Wahl der beiden Gremien hatte bereits im November stattgefunden. In der Zwischenzeit haben beide Gremien mit ihrer Arbeit begonnen. Im Rat der Pfarrei ist zusätzlich zu den gewählten Mitgliedern auch noch eine Person berufen worden. Bei der Einführung war auch eine Delegation der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte anwesend, Pfarrer Hartmut Görler sprach gemeinsam mit Pfarrer Guido Bartels den Gremienmitgliedern den Segen Gottes zu. Außerdem erhalten sowohl die beiden katholischen Gremien (Kirchenvorstand und Rat der Pfarrei) als auch das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde eine Kerze, die bei den Sitzungen entzündet werden kann. Alle drei Kerzen brannten den Gottesdienst über gemeinsam auf dem Altar. Ein Symbol für die gemeinsamen Herausforderungen und die gemeinsamen Wege, die beide Kirchengemeinden in Zukunft weitergehen werden.
Pfarrer Guido Bartels deutete die Bibeltexte des zweiten Fastensonntags auf die Gremienarbeit hin: Wie bei Abraham die Verheißung und Zusage des Segens Gottes mit der Herausforderung einhergeht, sich auf den Weg zu machen und Altes und Vertrautes zurückzulassen, so ist auch die Gremienarbeit in den Zeiten des Umbruchs und der Transformation davon geprägt, sich auf Gottes Wort und seinen Segen zu verlassen und das Gewohnte zu überprüfen, um auf der Spur seiner Verheißung zu bleiben. Dass dies gerade in den derzeitigen rapiden Veränderung kirchlicher Strukturen hin zu großen Seelsorgeräumen (im Fall von Schwerte in der Größe des Kreises Unna) viele Schwierigkeiten mit sich bringt, ein gutes Aufeinanderhören und Kompromissbereitschaft erfordert, manches Mal aber auch überfordern kann, liegt auf der Hand. Gerade auf diesen Wegen gilt das Wort aus der Epistel: „Gott gibt dazu die Kraft“. Er – so wird es dann auch im Evangelium der Verklärung deutlich – richtet auf für den gemeinsamen Weg. Und wie die Verklärung ein Vorgeschmack auf das österliche Licht ist, so erhielten die neuen Gremienmitglieder eine Osterkerze des Jahres 2026, die dann in der Osternacht entzündet werden kann. Und auch die Evangelische Kirchengemeinde hat ein kleines Segenspaket für die ökumenischen „Kolleg:innen“ gepackt.
Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Gremien im Pfarrhaus noch zu einer Begegnung und zum Austausch zusammen.

