Das Schaffen Arvo Pärts im Schwerter Forum

Wann? Donnerstag, 12. März 2026, 19.30 – 21.30 Uhr                     

Wo? BÜRGERSAAL, Rathaus, Rathausstr. 31, 58239 Schwerte

Thema: „Das Schaffen Arvo Pärts aus musikanalytischer und theologischer Perspektive: Wie kann dieser Komponist uns helfen, die Passionsgeschichte zu verstehen?“

Der Komponist Arvo Pärt ist 1935 in Estland geboren und zählt zu den meistgespielten zeitgenössischen Komponisten Neuer Musik. In eine evangelische Familie hineingeboren, beeinflusste ihn die Beschäftigung mit dem westkirchlichen gregorianischen Choral genauso wie die geistliche Tradition der slawischen Ostkirche. In einer oftmals klaren formalen Struktur gestaltet, sind seine Werke durch das Zueinander von Spiritualität, Stille und Konzentration geprägt.

In den 1970er Jahren entwickelte er mit dem „Tintinnabuli-Stil“ seine eigene unverwechselbare Musiksprache. Diese Musik, deren Stilbezeichnung sich vom lateinischen tintinnabulum („Glöckchen“) ableitet, steht für eine deutliche Reduktion des Klangmaterials: Zwei oder mehr Stimmen stehen in einer engen, durch ein strenges Regelwerk geprägten Beziehung zueinander und entfalten aus minimalen Mitteln eine Klanglichkeit von mystischer Tiefe. Das musikalische Werk des durch verschiedene konfessionelle Traditionen geprägten Komponisten ist zutiefst mit seiner religiösen Haltung und der Auseinandersetzung mit spirituellen Traditionen verbunden.

Der Vortrag führt anhand ausgewählter Werke in die besondere Klangwelt des Tintinnabuli-Stils ein und beleuchtet Arvo Pärts Musik sowohl aus musikanalytischer als auch aus theologischer Perspektive.

Gleich zwei Experten zu diesem Thema sind eingeladen. Dr. Andreas Feilen (Bild) ist seit April 2025 Kirchenmusiker in Schwerte und stellt mit dem Werk Arvo Pärts auch seine eigene Begeisterung für diese Musik vor. Zuvor war er als Musikwissenschaftler tätig und wurde 2024 mit einer Dissertation über das geistliche Werk des österreichischen Komponisten Egon Wellesz promoviert (Dr. phil.). Im Jahr 2025 erhielt er dafür den Dissertationspreis der TU Dortmund. Neben seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit in den Gemeinden St. Marien ist er weiterhin in der universitären Lehre aktiv.

Für die Theologische Perspektive steht an dem Donnerstag-Abend Dr. Alexander Jaklitsch. Er ist katholischer Theologe (Dr. theol.) und arbeitet seit Ende 2023 als Pastoralreferent in Schwerte. Zuvor war er langjährig als Seelsorger und in der Leitung eines ökumenischen Projekts im Bistum Essen tätig, sowie in der Erwachsenenbildung und Hochschullehre.

Sie sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei! Leiten Sie auch gerne die Einladung an Interessierte weiter! Bitte nutzen Sie den barrierefreien Eingang des Rathauses hinten vom Parkplatz aus !