Vorerst keine gemeinsame Nutzung von St. Viktor

Die im März 2025 von der Pfarrei St. Marien verabschiedete Immobilienvereinbarung sieht die Prüfung einer gemeinsamen Nutzung von kirchlichen Gebäuden vor. Viele kirchliche Gebäude können wegen der dramatisch sinkenden Kirchenmitgliederzahlen dauerhaft nicht mehr unterhalten werden. Darum ist die Schließung manches lieb gewordenen Treffpunktes im Gemeindeleben unumgänglich.

Damit lag der Gedanke nahe, dass evangelische und katholische Gemeinden sich miteinander abstimmen und entweder die katholische oder die evangelische Kirche erhalten und dann gemeinsam nutzen. Diese Frage wurde auch in Bezug auf die St. Marien-Kirche und die St. Viktor-Kirche intensiv erörtert.

Da die St. Viktor-Kirche die historische Stadtkirche ist, wäre sie der Ort der Wohngemeinschaft von evangelischer und katholischer Gemeinde geworden. Die katholische Gemeinde hätte sich von der St. Marien-Kirche mittelfristig getrennt. Dazu wird es vorerst noch nicht kommen. Für einen solch einschneidenden Schritt ist die Zeit noch nicht reif. Unabhängig von dieser Entscheidung wollen aber beide Gemeinden ihr ökumenisches Miteinander weiter vertiefen.