Der Oasentag in der Familienkirche in Villigst stand unter dem Leitgedanken des Liedes „Schenke mir Gott, ein hörendes Herz“, was als roter Faden den gesamten Tag durchzog und die Teilnehmenden einlud, sich bewusst Zeit zu nehmen, innezuhalten und die eigene Wahrnehmung für Gott, sich selbst und für einander zu vertiefen.
Das gemeinsame Singen des Eingangsliedes führte thematisch in den Tag ein und schuf eine verbindende Grundlage für die zwei Gruppenphasen am Vormittag und Nachmittag. Hierfür hatten die Teilnehmenden schon im Vorhinein aus einer Vielzahl von Angeboten ausgewählt. Die Angebote richteten sich sowohl an Erwachsene als auch an Kinder und Jugendliche sowie an Paare. Die Bandbreite reichte von Bibelarbeiten und Glaubensgesprächen über meditative und kreative Zugänge wie das Trommeln bis hin zu erfahrungsorientierten Angeboten wie dem Umgang mit Tieren oder dem Bogenschießen. Die Gruppen boten Raum für persönliche Auseinandersetzung, Austausch und spirituelle Vertiefung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte eine Pause mit Gelegenheit zur Erholung und zum Austausch untereinander. Unter anderem bot sich für Interessierte auch die Gelegenheit, sich mit den Ergebnissen der Missbrauchsstudie im Erzbistum Paderborn auseinanderzusetzen.
Am Nachmittag kamen die Teilnehmenden dann erneut zusammen. Schließlich sammelte das „hörende Herz“ die Impulse und Erfahrungen des Tages, auch um sie in Gottesdienst einzubringen, der den Tag beschloss. Dort wurde dann der Lesungstext aus dem Ezechielbuch mit Trommeln begleitet und die Gruppe, die sich am Nachmittag mit dem Tagesevangelium vom Sonntag (der Erweckung des Lazarus aus dem elften Kapitel des Johannesevangeliums) auseinandergesetzt hatte, brachte ihre Ergebnis als Predigtimpuls ein. So wurden die gesammelten Eindrücke, Gedanken und Erfahrungen aufgegriffen und spirituell zusammengeführt und konnten in der Eucharistiefeier nachklingen.
Der Oasentag wurde insgesamt als bereichernd und stärkend erlebt. Die Verbindung von gemeinschaftlichen Elementen, persönlicher Reflexion und vielfältigen spirituellen Zugängen ermöglichte eine intensive „Zwischenzeit“, die vielen Teilnehmenden neue Impulse für die Fastenzeit, für die Vorbereitung auf Ostern und auch darüber hinaus mitgegeben hat.

