Anlässlich des Festivals „Welttheater der Straße“ in Schwerte haben die christlichen Kirchen in Schwerte am Sonntagnachmittag rund um die Ev. Stadtkirche St. Viktor ein buntes und vielfältiges Programm angeboten, das von vielen gerne wahrgenommen worden ist.
Menschen sind einander begegnet und miteinander ins Gespräch gekommen, haben miteinander und füreinander gebetet und sich über die Gemeinschaft gefreut. Viele nutzten die Gelegenheit, die Kirche zu besichtigen und bei einer Kirchenführung mehr über den besonderen Ort zu erfahren. Andere lauschten der Musik, probierten Blasinstrumente aus oder erzeugten bei einer Video-Klang-Installation mit ihren eigenen Händen Musik. Für große und kleine Besucher gab es außerdem viel Freude bei der Seifenblasenkunst und beim Bemalen von Seifenblasendosen.
Eva Mehrens und Markus Kneer, die Verantwortlichen, freuen sich gemeinsam mit den vielen Engagierten über die gute Resonanz. Mit dabei waren unter anderem das Team der Friedensbank, die Pfadfinder sowie zahlreiche ehrenamtlich Engagierte aus den christlichen Kirchen und Gemeinden in Schwerte.
Am Ende waren sich alle Beteiligten spontan einig: Gerne wieder!
Die Idee entstand im ökumenischen Konveniat. Dabei kommen haupt- und ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger aus den verschiedenen christlichen Kirchen und Gemeinden in Schwerte zusammen – aus evangelischer und katholischer Kirche ebenso wie aus Freien evangelischen, neuapostolischen und internationalen Gemeinden.
„Lasst uns mal für die Stadt beten“ – so lautete der Impuls. Aus diesem Gedanken entwickelte sich gemeinsam mit einem kleinen Vorbereitungskreis ein vielfältiges Angebot für Groß und Klein.
So wurde rund um St. Viktor nicht nur gefeiert, musiziert und gestaunt, sondern vor allem eines sichtbar: Christliche Gemeinden können gemeinsam etwas bewegen und ein Zeichen für die Menschen in ihrer Stadt setzen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen besonderen Nachmittag mit ihrer Zeit, ihren Ideen, ihrer Musik, ihrem Engagement und ihrer Freude möglich gemacht haben.
Hier finden Sie ein paar erste Bild-Impressionen:
Krankenhausseelsorgerin Ulrike Nagel inspirierten die Erfahrungen des Nachmittags zum folgenden Gedicht:
Luft unter Flügeln
Manchmal tut es gut
abzuheben und zu fliegen,
diesen Wunsch zu erfüllen
und Türen aufzumachen.
Hinter diesen Mauern
warten Schätze in einem Kraftort,
der in einer Führung erschlossen,
mit Händen einen Bildschirm bewegt.
Einfach nur da sitzen,
durch die Gänge flanieren,
eine Kerze anzünden
und den Segen aufsammeln.
Wenn dann noch Lieder
wie magische Klänge
mehrstimmig das Herz berühren,
darf Freude mit nach Hause.
Die Seifenblasen verflogen,
die Gespräche mitgenommen,
jedes Lächeln eingefangen
und Helfende dankbar umarmt.
Und die Luft unter den Flügeln
legt sich sanft auf die Schulter
um dich morgen mit Gottes Kraft
durch deinen Alltag zu tragen.
Ulrike Nagel

