Stellungnahme des Rates der Pfarrei zur Berichterstattung in den Ruhrnachrichten

Im Bericht der Ruhr-Nachrichten vom 27.12.2025 schreibt der Autor Reinhard Schmitz, dass die Profanisierung, also die Entweihung der Kirche Heilig Geist „überraschenderweise“ vorgezogen worden wäre und insinuiert gleich mit der Überschrift „Gemeinde überrascht“, dass die Gemeinde darüber nicht informiert worden wäre. Tatsächlich war der Termin zur Profanisierung am 28.12.2025 lange bekannt und wurde über alle möglichen Kanäle an interessierte Menschen kommuniziert. Wahr ist natürlich, dass der Termin direkt nach Weihnachten nicht allen Kirchgängern genehm ist: Den frisch gewählten Rat der Pfarrei (ehem. Pfarrgemeinderat) erreichte dazu genau eine konkrete „Beschwerde“; wer die „vielen“ (Zitat Schmitz) Kirchenmitglieder sein sollen, die von dem Termin „kalt erwischt“ wurden, erschließt sich uns nicht. Wahr ist auch, dass der Termin in der letzten Sitzung des Rates noch einmal intensiv diskutiert wurde, man sich aber einstimmig gegen eine Verschiebung des bereits angekündigten Termins entschieden hat.

Die Schließung der Kirche Heilig Geist zum Ende des Jahres war lange bekannt und wurde über das Jahr hindurch mit verschiedenen Aktionen an diesem Standort vorbereitet. Wenn nun in den Ruhr-Nachrichten von einer „vorzeitigen“ Schließung der Kirche, ganze 3(!) Tage vor Silvester, die Rede ist, so sollte dies im Zusammenhang mit anderen Artikeln des freien Autors Hr. Schmitz gesehen werden, die unsere Pfarrei betreffen. Diesen liegt allesamt ein eher vorwurfsvoller Duktus der Pfarreileitung gegenüber zugrunde: Die Fronleichnams-Prozession 2025 fand nicht „ausnahmsweise“ (Bericht vom 27.12.2025), sondern bewusst gewählt in Schwerte Ost statt. Der Standort wird auch nicht „vermarktet“ (Bericht vom 15.09.2025), sondern den Realitäten ins Auge sehend und nach schwieriger Abwägung durch einen transparenten Prozess aufgegeben. Wie eine Weiternutzung durch einen anderen Investor aussehen wird ist derzeit noch unklar, dies wird aber sicherlich nicht vorrangig unter monetären Gesichtspunkten entschieden. Auch ist die Schließung der Marienkirche keineswegs beschlossen (Bericht vom 25.11.2025) oder kurzfristig geplant. Ganz im Gegenteil wurde im Immobilienprozess der letzten beiden Jahre die Aufgabe der Marienkirche diskutiert – und vorläufig verworfen! Dennoch wird es erlaubt sein in Zeiten gewaltiger Umbrüche, die auch und nicht zuletzt die Kirche betreffen, Optionen für die mittelfristige Zukunft zu erwägen. Und dazu gehört die Frage, ob zwei Stadtkirchen für Schwerte (St. Marien und St. Viktor) noch zeitgemäß sein werden. Leider werden solche Details in den „Berichten“ von Hr. Schmitz i.d.R. nicht erläutert.

Dem Rat der Pfarrei als Leitungsgremium der Pfarrei St. Marien ist nicht klar ob und wenn ja, warum Hr. Schmitz mit seinen Artikeln eine Agenda verfolgt. Wenn dem so sein sollte, so gehört es sich, dies bei der Veröffentlichung deutlich zu kennzeichnen. Dementsprechend muss die Frage nach den journalistischen Qualitätsstandards im Hause Lensing erlaubt sein, wenn solche, offensichtlich meinungslastigen und faktenverdrehenden Artikel regelmäßig als „Bericht“erstattungen in der Schwerter Lokalpresse erscheinen. Bisher haben wir auf unsere bisherigen Anfragen diesbezüglich weder von Hr. Schmitz noch von der Redaktion Antworten erhalten.

Rat der Pfarrei St. Marien Schwerte, Vorstandsteam