Phantastisches Konzert mit dem Kammerchor der TU Dortmund

Mit dem Programm „Phantastische Nacht“ gastierte am 25. Januar 2026 der Kammerchor der Technischen Universität Dortmund in der St. Marienkirche Schwerte. Mehr als 250 Zuhörerinnen und Zuhörer füllten das Mittelschiff der Kirche vollständig und zum Teil noch die Seitenschiffe und erlebten einen eindrucksvollen Abend a cappella-Chormusik.

Zu Beginn des Konzerts begrüßte Dr. Andreas Feilen, hauptamtlicher Kirchenmusiker der Marienkirche, Chor und Publikum mit dankenden Worten. Die Einladung des Kammerchores geht auf seine enge Verbindung zur TU Dortmund zurück: Von 2017 bis 2025 war Feilen Mitarbeiter des Musikinstituts der Universität und ist dort weiterhin mit einem Lehrauftrag betraut.

In seiner kurzen Ansprache erinnerte der finnische Komponist und Dirigent Mikko Sidoroff, der seit einigen Monaten die Leitung des Chores innehat, an den Gründer des Ensembles, Prof. Willi Gundlach, der den Kammerchor der TU Dortmund 1978 gegründet hatte und Ende des vergangenen Jahres im Alter von 96 Jahren verstorben war. Ihm wurde das Konzert gewidmet. Als Musikwissenschaftler widmete sich Gundlach intensiv dem Werk der Komponistin Fanny Hensel (1805–1847), deren Bedeutung für die Chormusik des 19. Jahrhunderts erst spät umfassend gewürdigt wurde.

Diese Bezugnahme spiegelte sich im Programm wider: Werke der deutschen Romantik von Fanny Hensel und Johannes Brahms standen zeitgenössischen Chorwerken finnischer Komponisten in ständigem Wechsel gegenüber. So entstand in abwechslungsreicher Weise ein facettenreiches, stilistisch weit gespanntes Programm.

Im Zentrum des Abends stand Sidoroffs eigenes Werk „Nordisk vår“, das die Atmosphäre eines nordischen Frühlings eindrucksvoll einfing. Ergänzt wurde es durch Werke der finnischen Komponisten Rautavaara, Mäntyjärvi, Komulainen und Heiniö, die mit klanglicher Tiefe und atmosphärischer Dichte überzeugten.

Der Kammerchor, der sich überwiegend aus Mitarbeitenden sowie aktuellen und ehemaligen Musikstudierenden der TU Dortmund zusammensetzt, bewältigte das anspruchsvolle Programm technisch wie musikalisch auf höchstem Niveau. Das Publikum zeigte sich von der rund einstündigen Darbietung begeistert und dankte Chor und Dirigent mit langanhaltendem Applaus.

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