Kirche und Kino zeigt Filme über Krisen und Hoffnungszeichen

Von September 2026 bis Mai 2027 präsentiert die Katholische Akademie Schwerte im Rahmen der ökumenischen Filmreihe „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ wieder acht herausragende Filme. Den Auftakt in der Akademie bildet am Freitag, 11. September 2026, 19:30 Uhr der oscarprämierte Spielfilm „Sentimental Value“ (Norwegen/Dänemark 2025) von Joachim Trier. Der Film erzählt von zwei Schwestern, die nach dem Tod ihrer Mutter erneut mit ihrem entfremdeten Vater konfrontiert werden – einem gefeierten Regisseur, der seine Familie stets der Kunst unterordnete. Als er seine Tochter Nora für die Hauptrolle eines autobiografischen Films gewinnen will, brechen alte Verletzungen und verdrängte Erinnerungen auf. Der Film verbindet Familiendrama, Kunstreflexion und melancholische Tragikomödie zu einer emotional komplexen Erzählung. Dabei werden Themen wie Trauer, Erinnerung, Manipulation und die Sehnsucht nach Nähe verhandelt. Mit ruhigen Kamerabewegungen, verschachtelten Erzählebenen und der symbolisch aufgeladenen Familienvilla im Zentrum entsteht eine intime, bittersüße Atmosphäre zwischen Schmerz, Humor und versöhnlicher Melancholie. Sehenswert ab 14.

Die weiteren Termine und Filme in der Katholischen Akademie Schwerte, Bergerhofweg 24, sind (immer freitags, 19:30 Uhr):

16.10.2026
Karla
, Deutschland 2025, Regie: Christina Tournatzés

06.11.2026
Dann passiert das Leben
, Deutschland 2025, Regie: Neele Leana Vollmar

11.12.2026
Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße
, Deutschland 2025, Regie: Wolfgang Becker

15.01.2027
Der Tod ist ein Arschloch
, Deutschland 2025, Regie: Michael Schwarz

26.02.2027
In die Sonne schauen
, Deutschland 2025, Regie: Mascha Schilinski

09.04.2027
Vier minus drei
, Österreich/Deutschland 2025, Regie: Adrian Goiginger

14.05.2027
The Life of Chuck
, USA 2024, Regie: Mike Flanagan

Viele Filme der neuen Saison erzählen von Menschen, die sich mit Trauer und Angst auseinandersetzen müssen. Sei es durch Gewalterfahrungen, sei es durch den Verlust von Angehörigen. Doch zugleich eröffnen sich für sie auch Perspektiven der Freude und Hoffnung.

Die Themen der Filme reichen vom Umgang mit Krankheit und Tod (Dann passiert das Leben; Der Tod ist ein Arschloch; Vier minus Drei) und Missbrauch und Gewalt (Karla; In die Sonne schauen) bis hin zu Fragen der Erinnerungskultur im seit nunmehr über dreißig Jahre wiedervereinten Deutschland (Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße). Dass ungeachtet aller persönlichen und gesellschaftlichen Krisen eine Feier des Lebens möglich ist, zeigt der hoffnungsvoll stimmende Schlussfilm The Life of Chuck.

»Kirchen und Kino. Der Filmtipp« ist eine Filmreihe der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit den örtlichen evangelischen und katholischen Bildungswerken, der Beauftragten für Kunst und Kultur der Evangelischen Kirche von Westfalen, dem Medienzentrum im Erzbistum Paderborn, der Service Agentur Kultur und Kunst der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und dem Filmkulturellen Zentrum im GEP Forum der Evangelischen Kirche für Film und Kino. Unterstützt wird das Projekt vom Filmportal filmdienst.de und der Filmzeitschrift epd-film sowie der Deutschen Bischofskonferenz (Bereich Kirche und Gesellschaft).

Die Programmauswahl lag bei einer Jury aus Vertreter*innen der kirchlichen Bildungs- und Medienarbeit sowie der beteiligten Kinos. Zur Wahl standen 26 Filme, die im vergangenen Kinojahr von der evangelischen und katholischen Filmkritik in Deutschland als „Film des Monats“ oder als „Kinotipp der Katholischen Filmkritik“ ausgezeichnet wurden. Zu sehen gibt es überzeugende Filme, die unabhängig von ihrer jeweiligen geistigen Beheimatung die Sehnsucht nach dem Anderen, nach einem „Mehr des Lebens“ aufrechterhalten.

Die Filme der Staffel 2026/2027 sind an 30 Orten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen zu sehen.

Alle Spielorte, Termine und weiterführende Informationen zu den Filmen stehen ab September auf der Homepage www.kirchen-und-kino.de